Die Mücke

Wer kennt es nicht, das lästige Surren um einen herum, welches die Stechmücke vermuten lässt. Besonders an stehenden oder langsam fließenden Gewässern, sumpfigen Uferzonen und Gebieten mit erhöhter Luftfeuchtigkeit fühlen sich Mücken wohl und gehen verstärkt in der Dämmerung und in den Nachtstunden auf die Suche nach ihren Opfern.

Klein, unscheinbar, lästig und gefährlich sind absolut treffende Attribute für Mücken. So kann man z. B. durch einen kleinen Mückenstich mit einer Tropenkrankheit infiziert werden.

In Deutschland sind etwa 450 verschiedene Mücken- und 40 verschiedene Stechmückenarten verbreitet. Je nach Art erreichen sie eine Größe von 3,5-10 mm bei einer unscheinbaren bräunlich-grauen Färbung.

Die Entwicklung von Stechmücken verläuft ausschließlich im Wasser. Ein Grund, warum man besonders an Seen, Teichen etc. auf viele Stechmücken trifft.

Es stechen nur die Weibchen, diese brauchen die Blutmahlzeit für ihren Nachwuchs.

Stechmücken als Krankheitsüberträger

Beim Stich können mit dem Speichel der Stechmücke auch Krankheitserreger übertragen werden, welche die Mücke bei einer vorangegangenen Nahrungsaufnahme aufgenommen hat.

Die Krankheitserreger vermehren sich nach dem Stich eines infizierten Wirtes auch in der Mücke und gelangen so in die Speicheldrüsen. Allerdings müssen die Erreger auch die Mücke infizieren. Nicht jede Mücke überträgt auch jeden Krankheitserreger. Die Zeitspanne zwischen der Aufnahme eines Krankheitserregers und der Möglichkeit, ihn weiterzugeben, ist temperaturabhängig und dauert meistens zwischen 10 und 14 Tagen.

Zu den gefährlichsten von Stechmücken übertragenen Krankheiten gehören u.a. Malaria, im Lymph- oder Blutgefäßsystem lebende parasitäre Würmer, Gelbfieber, Denguefieber, West-Nil-Fieber, Chikungunyafieber, Rift-Valley-Fieber oder Bakterien.

Auch in Europa kommen von Stechmücken übertragene Krankheiten vor. Zu den bekanntesten zählen das West-Nil-Fieber und das Chikungunyafieber. Durch den Klimawandel bedingt ist von einer zunehmenden Infektionsgefahr durch Stechmücken auch in Deutschland auszugehen.

Die meisten Stechmücken in Deutschland sind aber harmlos.

Besonders lästig und in Deutschland weit verbreitet sind Zuckmücken. In Parks tanzen sie typischerweise im Schwarm. Obwohl sie durch ihr penetrantes Aufkommen das Picknick auf der Wiese ruinieren können, sind sie harmlos. Im Gegensatz zu anderen Mückenarten ernähren sich Zuckmücken nämlich nicht von menschlichem Blut, sondern von Pflanzennektar und Honigtau und übertragen somit keine Krankheiten. Gleiches gilt für stachellose Kohlschnaken. Völlig harmlos für den Menschen sind Wintermücken. Sie stechen nicht und übertragen deswegen auch keine Krankheiten. Ihrem Namen entsprechend überleben die zwölf verschiedenen Wintermückenarten auch die kalte Jahreszeit – sogar im Gebirge.


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